Gründe für Teilzeitarbeit in %

Frauen

  • Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Erwachsenen 38% 38%
  • Keine Vollzeittätigkeit gewünscht 19% 19%
  • Andere persönliche oder familiäre Gründe 17% 17%
  • Keine Vollzeittätigkeit gefunden 11% 11%
  • Schulische oder berufliche Aus- oder Fortbildung 8% 8%
  • Sonstige Gründe 7% 7%

Männer

  • Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Erwachsenen 4% 4%
  • Keine Vollzeittätigkeit gewünscht 24% 24%
  • Andere persönliche oder familiäre Gründe 17% 17%
  • Keine Vollzeittätigkeit gefunden 17% 17%
  • Schulische oder berufliche Aus- oder Fortbildung 22% 22%
  • Sonstige Gründe 16% 16%

Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2016.
Erwerbstätige nach ILO-Konzept; Bevölkerung in Privathaushalten (ohne Präsenz- und Zivildiener).
Teilzeiterwerbstätige: Erwerbstätige, die auf entsprechende Fragen angeben, Teilzeit zu arbeiten.

Erwerbsquote und Teilzeitquote

Österreich

  • Erwerbsquote Frauen 67,7% 67,7%
  • Erwerbsquote Männer 75,4% 75,4%
  • Teilzeitquote Frauen 47,7% 47,7%
  • Teilzeitquote Männer 11,9% 11,9%

Q: STATISTIK AUSTRIA
Erwerbstätige nach ILO-Konzept; Bevölkerung in Privathaushalten (ohne Präsenz- und Zivildiener).
Teilzeiterwerbstätige: Erwerbstätige, die auf entsprechende Fragen angeben, Teilzeit zu arbeiten.

EU

  • Erwerbsquote Frauen 61,3% 61,3%
  • Erwerbsquote Männer 71,8% 71,8%
  • Teilzeitquote Frauen 32,6% 32,6%
  • Teilzeitquote Männer 10% 10%

Q: Eurostat, erstellt STATISTIK AUSTRIA,
Erstellt am 20.3.2018. Bevölkerung in Privathaushalten exklusive Präsenz- und Zivildiener.

Deutschland

  • Teilzeitquote Frauen 47,2% 47,2%
  • Teilzeitquote Männer 11,8% 11,8%
  • Erwerbsquote Frauen 70,8% 70,8%
  • Erwerbsquote Männer 78,4% 78,4%

Entwicklung Teilzeitquote

Österreich

EU

Deutschland

Q: Eurostat, EU-Arbeitskräfteerhebung 2016
Erwerbstätigenquoten nach ILO-Konzept; Erwerbstätigenquote bezogen auf die Wohnbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren in Privathaushalten (ohne Präsenz- und Zivildiener). Teilzeitquote: Anteil der Personen an den Erwerbstätigen, die auf entsprechende Fragen angeben, Teilzeit zu arbeiten.

Niedriglohnanteile nach Beschäftigungsform

Anteil der Niedriglohnbeschäftigten

Niedriglohngrenze 2/3 des Medianlohns. Österreich: 8,64 €
  • Frauen 24,8% 24,8%
  • Männer 8,2% 8,2%
  • Gesamt 15% 15%

Normalarbeitsverhältnis

  • Frauen 18,2% 18,2%
  • Männer 5,1% 5,1%
  • Gesamt 8,7% 8,7%

Atypische Beschäftigung (AB)

  • Frauen 29,7% 29,7%
  • Männer 20,7% 20,7%
  • Gesamt 27% 27%

darunter: Teilzeit

  • Frauen 24,4% 24,4%
  • Männer 19,4% 19,4%
  • Gesamt 23,6% 23,6%

Befristung

  • Frauen 35% 35%
  • Männer 19% 19%
  • Gesamt 27% 27%

Geringfügig Beschäftigte

  • Frauen 52,9% 52,9%
  • Männer 42,5% 42,5%
  • Gesamt 42,5% 42,5%

Q: STATISTIK AUSTRIA,
Verdienststrukturerhebung

Leiharbeit

  • Frauen 19,7% 19,7%
  • Männer 7,7% 7,7%
  • Gesamt 10,2% 10,2%

Frauen sind von der Deregulierung des Arbeitsmarktes, steigenden Leistungs- und Flexibilisierungsanforderungen und der damit verbundenen Erhöhung von atypischen, oftmals prekären Beschäftigungsverhältnissen aufgrund ihrer eingeschränkten zeitlichen Verfügbarkeit verstärkt betroffen. Besonders deutlich wird dies beim Geschlechteranteil in der Niedriglohnbeschäftigung. Österreich weist von allen EU-Mitgliedstaaten die größte Differenz zwischen Frauen und Männern bei Niedriglohnbeschäftigten auf. Der Anteil der Frauen in Niedriglohnbeschäftigung ist mit 25 % rund dreimal so hoch wie jener der Männer mit 8 %.

Laut Statistik Austria sind in Österreich fast 1,2 Millionen Menschen a-typisch beschäftigt. Davon betroffen sind vor allem Frauen: jedes zweite Arbeitsverhältnis von Frauen ist a-typisch.

Die vor allem von Frauen übernommene Verantwortung für die Kinderbetreuung führt zu einer begrenzten oder partiellen Erwerbsbeteiligung von Frauen, die nicht nur die Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung einschränkt, sondern Frauen auch auf spezifische Berufspositionen verweist. Teilzeitarbeit ist oft die einzige Möglichkeit Familie und Beruf ohne Überlastung zu bewältigen bzw. überhaupt erwerbstätig sein zu können. Jedoch wirkt sich die Teilzeitbeschäftigung sehr häufig einschränkend auf Berufsmöglichkeiten, Karriereentwicklung und ökonomische und soziale Absicherung aus.

Der Anteil der Paarfamilien, in denen nur der Mann erwerbstätig war, wurde immer geringer und sank von 26,6% im Jahr 2006 auf 18,5% im Jahr 2016. Dieser Rückgang zeigte sich unabhängig vom Alter des Kindes. Ebenfalls sank der Anteil der Paare, in denen beide Partner in Vollzeit erwerbstätig waren, im Vergleichszeitraum um 4,2 Prozentpunkte, wobei Paare mit Kindern im Schulalter stärker vom Rückgang betroffen waren. Im Lauf der Zeit ergab sich somit eine sinkende Verbreitung des männlichen Alleinverdiener-Modells wie auch der doppelten Vollzeiterwerbstätigkeit. Beide Modelle wurden großteils von einer Vollzeiterwerbstätigkeit des Mannes gekoppelt mit einer Teilzeiterwerbstätigkeit der Frau abgelöst. Ab dem 3. Geburtstag des jüngsten Kindes teilen sich mehr als die Hälfte der Paare die Erwerbsarbeit in dieser Form auf. Unkonventionelle Arten der Aufteilung der Erwerbsarbeit, wie z.B. eine Vollzeiterwerbstätigkeit der Frau in Verbindung mit einer Teilzeiterwerbstätigkeit des Mannes oder eine Teilzeiterwerbstätigkeit beider Partner, waren in Österreich auch im Jahr 2016 relativ selten anzutreffen (4,0%), wenngleich deren Verbreitung seit 2006 um zwei Prozentpunkte angestiegen ist.

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