Im Rahmen unserer Zukunftswerkstatt 2019 wurden die Anliegen und Forderungen unserer TeilnehmerInnen und ExpertInnen aufgearbeitet. Ziel war es, Lösungen für die gemeinsam festgelegte Herausforderung „Einkommenstransparenz im Unternehmen“ zu finden. Dazu wurden drei Phasen durchlaufen: Kritikphase, Fantasiephase und Verwirklichungsphase. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse aus der Veranstaltung zusammengefasst.

Tamara Geisberger, Projektleiterin Verdienststruktur- und Gender-Statistik

“Über Geld reden: Trotz steigender Erwerbsbeteiligung der Frauen bleiben die Unterschiede betreffend Teilzeit, Betreuungspflichten und Einkommen zwischen den Geschlechtern groß. Die Lohndifferenz hat sich in den vergangenen Jahren zwar verringert, Frauen verdienen aber nach wie vor deutlich weniger als Männer. Aktuell liegt der Unterschied zwischen den mittleren Bruttojahreseinkommen von Frauen und Männern mit ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung bei 15,6%. Betrachtet man die Bruttojahresverdienste aller unselbständig Beschäftigten, dann beträgt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern 37,3%.

Niedrigeren Erwerbseinkommen, Teilzeitbeschäftigung sowie Versicherungsverläufe, die vor allem durch Kindererziehung Lücken aufweisen, führen auch zu geringeren Pensionen und anderen sozialen Risiken. Je nach Berechnung liegen die Alterspensionen der Frauen um rund 40% bis 50% unter jener der Männer. Das Armutsrisiko von alleinlebenden Pensionistinnen ist mit 22% auch deutlich höher als das von alleinlebenden Pensionisten mit 13%.”

 

Impressionen der Zukunftswerkstatt

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Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in der IP Gleichstellung und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz finanziert.