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Fairer Lohn für Frauen und Männer

Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung im Vergleich zu männlichen Kollegen ist für Frauen noch längst keine Selbstverständlichkeit.

In Österreich ist dieser Gender Pay Gap sogar höher als im EU Durchschnitt (16,3 Prozent im EU-Durchschnitt und 21,7 Prozent in Österreich, Quelle Eurostat). Selbst wenn man einkalkuliert, dass Frauen vermehrt in schlechter bezahlten Jobs arbeiten als Männer und seltener in Jobs mit Führungsverantwortung tätig sind, so verdienen Frauen in Österreich laut Statistik Austria im Durchschnitt noch immer 13 Prozent weniger.

Deutschland und Island setzen auf neue gesetzliche Regelungen um Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen:

  • Der Equal Pay Act schreibt in Island gleichen Lohn für gleichwertige Tätigkeit vor. Unternehmen ab 25 MitarbeiterInnen sind verpflichtet, die faire Bezahlung zu dokumentieren. Ziel Islands ist es, mit Hilfe dieses Gesetzes bis 2022 Lohngleichheit herzustellen.
  • Beschäftigte in Deutschland dürfen aufgrund des Entgelttransparenzgesetzes seit Anfang dieses Jahres offiziell erfragen, wieviel Kollegen und KollegInnen in vergleichbaren Positionen verdienen. Das Gesetz gilt allerdings nur für Betriebe mit mehr als 200 MitarbeiterInnen.

In Österreich sind Betriebe seit der Gleichbehandlungsnovelle 2011 dazu verpflichtet, Einkommensberichte zu legen. Seit 2014 gilt diese Regelung auch für Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern. Allerdings ist mit der Erstellung der Einkommensberichte keine Verpflichtung verbunden, die Lohnschere zu verringern. Durch diese Berichte konstatierte Gender Pay Gaps bleiben dadurch oftmals ohne Konsequenz.

© 2019 Equal Pay

Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in der IP Gleichstellung und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz finanziert.